Knaben A


Guter Abschluss der Knaben A

Zu Beginn der Feldsaison besprachen sich sowohl Mannschaft als auch die Trainer Jan-Torben Breßgott und David Otto, um das Saisonziel abzustecken: Das Minimalziel lautete Platz zwei, das optimale sah den Pokalsieg vor. Mit diesen scheinbar ambitionierten Ziel-voraussetzungen ging es ehrgeizig und voll motiviert in die Saisonvorbereitung, schließlich blieb nicht viel Zeit bis zum ersten Spieltag, der zudem zuhause ausgetragen wurde.

Am 14.05. folgte dann die Ernüchterung. Man verlor 0:3 gegen Goslar und sah dort vor allem in der Rückwärtsbewegung einiges an Optimierungsbedarf. Auch das zweite Spiel gab einen Dämpfer, kam man doch über ein 2:2 bei DHC nicht hinaus: Tabellenplatz: Vierter.

In Folge wurde während des Trainings gerade die Abwehr forciert und man merkte den Jungs um Kapitän Henry L. an, dass sie sich nicht nochmal mit so einem Ergebnis zufrieden geben würden. Am zweiten Spieltag folgten dann zwei Siege gegen den DTV Hannover und den MTV Braunschweig (aus der Wertung), bemerkenswert war dabei, dass die null stand – kein Gegentor. Dies lag aber nicht nur an der Torwartleistung von Friede K., der verbesserten Abwehrarbeit um Abwehrchef Adrian G., sondern auch an der Defensivarbeit um Stürmer Karsten S. Neuer Tabellenstand: Dritter - Noch zwei Plätze!

Angespornt von dieser Leistungssteigerung wurde der Ehrgeiz der Knaben A weiter geschürt. So schickten sie am 17.06. – in knapper Besetzung – den Mellendorfer TV deutlich mit 8:1 nachhause und auch dem DHC rangen sie ein 2:2 ab. Neuer Tabellenstand: Zweiter, punktgleich mit dem DHC, aber das bessere Torverhältnis.

Auf diesem wollten sich die Domstädter aber nicht ausruhen, sondern wollten am direkten Konkurrenten vorbeiziehen. Die Voraussetzung dafür sahen zunächst eher verhalten aus, zunächst galt es gerade gegen den Goslarer HC anzutreten, gegen jenen Gegner, dem man zuvor so deutlich unterlag. Vom Ehrgeiz und Revanchegedanken gepackt, zeigten sie die Fortschritte, die in der Saison machten, dass sie nicht nur Spielball von Goslar sind und bezwangen sie in einem packenden Spiel mit 2:1. Entkräftet durch das intensive erste Spiel rangen sie dem diesmal stärker aufspielenden Mellendorfer TV ein 2:0 ab. Tabellenstand der Vorrunde: Zweiter mit drei Punkten Vorsprung auf den DHC Hannover.

Sowohl Trainer als auch Mannschaft zeigten sich nach der Vorrunde und vor allem nach der enormen Leistungssteigerung zufrieden, wussten aber auch, dass die Vorrundenergebnisse in der folgenden Finalrunde nichtig sein werden. So wurde die Konzentration bis zur Endrunde am 23.09. weiterhin hochgehalten. Am Tag der Finalrunde sah man sich im Halbfinale dem Gastgeber und somit erneut dem DHC Hannover gegenüber. Bislang gab es gegen dieses Team noch keinen Sieg, aber eben auch noch keine Niederlage. Die Einträchtler starteten spielbestimmend, machten das Spiel breit und agierten druckvoll gegen den Ball und Gegner, so dass dieser den Ball oftmals nur wenige Sekunden in den eigenen Reihen halten konnte. Torerfolge konnten sie in der ersten Halbzeit allerdings nicht verzeichnen, dafür agierten sie vorm Tor oftmals zu überhastet. Dagegen konnte der DHC aber sehr wohl Treffer erzielen. Nach zwei Fehlpässen konterten sie die Hildesheimer gnadenlos aus und ließen Aushilfstorwart Joshua kaum Gelegenheit zu reagieren.

Somit ging es mit 0:2 Gegenwind in die Halbzeit. Die Stimmung war gedrückt, die Jungs geknickt. Nach kurzer Ansprache und Umstellung der Trainer - nun sollte vermehrt über die linke Seite (Johannes) angegriffen werden - und kurzer Mannschaftsdiskussion war jedoch im Kopf ein Aufbäumen zu erkennen. Vom Platz hörte man die Rufe: „Was ist schon ein 0:2? Wenn die zwei Tore in einer Hälfte schießen können, können wir in dieser drei Buden machen!“ Und tatsächlich, statt zu resignieren, starteten sie mit neuem Elan. Binnen zwei Minuten stand es 2:2. Kurz vor Schlusspfiff wurden sie für diese Charakterleistung gar mit dem 3:2 belohnt. Dabei war die Leistung ein ums andere Mal Adrian G. zu verdanken, der die Mannschaft sowohl nach vorne peitschte, zwei Tore vorbereitete und gar vom eigenen Schusskreis ein Solo startete und sicher verwandelte (Notiz speziell für Adrian: Ich habe mir an den Kopf gefasst!). So hieß es nun 3:2. Während die DHCler ungläubig der ersten Halbzeit nachtrauerten, feierten die Hildesheimer wohlverdient den Finaleinzug. Hier sollte es erneut zum Kräftemessen mit Goslar kommen, die den Finaleinzug mit einem Penaltyschießen schafften.

Von Anfang an heiß auf den Pokal begann Eintracht diesmal anders als sonst und überraschte die Goslarer mit der neuen Spielweise. Hatte man zuvor auf Offensivspiel und Pressing gesetzt, zog man sich nun teilweise in die eigene Hälfte zurück und ließ die Goslarer spielen. Man lauerte auf Konter, bei Ballbesitz hieß es Ballhalten. Die Taktik schien aufzugehen, Goslar wirkte überrascht. Nach mehreren Chancen auf Hildesheimer Seite belohnten sie sich mit dem 1:0. Wer nun aber glaubte die Goslarer seien dadurch gebrochen, irrte aber. Beinahe binnen Sekunden gelang ihnen durch eine Unachtsamkeit der Ausgleich. So stand es zur Halbzeit 1:1. Die zweite Halbzeit zeichnete sich durch brenzlige Situationen auf beiden Seiten aus, die aber keine der Mannschaften zu nutzen wusste. Fünf Minuten vor Spielende stellte die Eintracht ihr Spielsystem nochmal um und agierte offensiver, sie presste. Sie wollte den Sieg nun erzwingen. Die Goslarer wurden nun in die eigene Hälfte gedrückt und schafften es nur noch selten sich zu lösen. Die (Groß)-Chancen waren da, das nötige Quäntchen Glück fehlte jedoch. So stand es bei Abpfiff 1:1. Nun galt es im Penaltyschießen gegen die geübten Goslarer zu bestehen. Während die ersten zwei Eintracht-Schützen, unter anderem auch aufgrund der guten Leistung des Torwarts scheiterten, scheiterte auch der erste Goslarer Schütze aufgrund einer super Parade von Joshua. Der zweite ließ ihm jedoch keine Chance. So ging Goslar in Führung, konnte sie aber mit dem dritten Schützen nicht ausbauen. Da war sie noch einmal: Die Möglichkeit zum Ausgleich. Der Schütze lief an, umspielte den Torwart, schoss den Ball Richtung Tor…

Knaben A

Trotz der denkbar unglücklichen Niederlage ließen die Jungs nach dem Spiel den Kopf nicht hängen. Sie gingen mit erhobenem Haupt zu den Siegern und gratulierten ihnen. Eines war den Vizepokalsiegern aber gleich sicher: In der Halle geht der Pokal nach Hildesheim. Wenn die Kurve weiter so nach oben zeigt, können sich Goslar und Co. warm anziehen.

Bericht: JT 



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