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In diesem gut organisierten Umfeld starteten am Samstag die Vorrundenspiele beider Hildesheimer Mannschaften. Schnell wurde deutlich, dass die Eintracht nicht nur wegen der Annehmlichkeiten vor Ort war. Zwar verloren die Mädchen ihre ersten beiden Spiele knapp mit jeweils 0:1, mussten diese Niederlagen, da sie die Spiele gestalteten, aber höchst unglücklich einstecken. Anschliessend gelang ihnen mit steigender Form ein Unentschieden und als versöhnlichen Tagesabschluss gelang ihnen ein verdientes 2:0 gegen die Berliner aus Spandau.

Die Knaben B um Torwart Johannes schlossen die Spiele des ersten Tages indessen mit einem Sieg gegen den tschechischen Verein President, einem Unentschieden (Stralsund) und einer Niederlage gegen den Nachbarn aus Goslar ab. Somit schafften sie eine gute, wenn auch nicht ideale Ausgangslage für den nächsten Tag.

Nach der anschließenden Spielerparty und einer für die Trainer vielleicht etwas zur kurzen Nacht, sollte es am Sonntag im letzten Vorrundenspiel für beide Mannschaften zum Showdown kommen.

Die Mädchen rangen dem Favoriten aus Prag, auch aufgrund großartiger Paraden der Torfrau Dana und einer geschlossenen Mannschaftsleistung, ein Unentschieden ab. Durch diesen Erfolg qualifizierten sie sich für das Spiel um Platz 5 gegen den Berliner SC. In diesem spannungsgeladenen Platzierungsspiel haderten beide Mannschaften mit ihren Chancen – keine schaffte es in der regulären Spielzeit ein Tor zu erzielen. Die Folge: Siebenmeterschießen – Best of Three. Nach dem 1:0 Torerfolg durch Marie sollten die nachfolgenden Schützen aus Hildesheim am Schiedsrichter (irregulärer Treffer) und am Torwart scheitern. Dana bewies aber ihr Können und führte ihr Team durch drei Paraden gegen die Berlinerinnen zum vielumjubelten 5. Platz.

Mädchen B in Falkensee

Die Jungs auf der anderen Seite mussten sich den Hausherren aus Falkensee stellen. Dieses Spiel entschied über den Einzug ins Finale. Bestens bekannt aus einem Testspiel vom Vortag, waren die Niedersachsen nun defensiver eingestellt und auf Konter aus. Das Spiel lief lange Zeit vor dem eigenen Schusskreis ab, wo Johannes (TW) ein ums andere Mal mit klasse Paraden das Unentschieden festhielt. Hildesheim schaffte es kaum Entlastungsangriffe zu gestalten. Nach einer schönen Balleroberung gelang den Hildesheimern dann doch ein sehenswerter Konter über Kapitän Henry Lampert. Das ersehnte Tor – Abpfiff. Finale.

Euphorisiert sahen sie sich schließlich erneut den Stralsundern gegenüber. Nach kurzem Abtasten nahm das Spiel zusehends an Fahrt auf. Die Stürmer beider Mannschaften verzweifelten an der Abwehr und nicht zuletzt an den Torhütern. Trotz der großen läuferischen Leistung, einem guten Spielaufbau über Abwehrchef Adrian und dem Willen dieses Spiel um jeden Preis zu gewinnen, wollte der Ball nicht ins Tor der Stralsunder:

Die Spieler ahnten langsam, warum der Trainer sie beim Aufwärmen Siebenmeterschießen ließ. In dieses ging das Herzschlagfinale schließlich, wie es einem spannenden Endspiel würdig ist, über.

Auch hier: Best of Three. Umringt von zahlreichen Zuschauern konnte Johannes den ersten Schuss der Stralsunder nicht entscheidend ablenken und musste sich geschlagen geben. Anschließend behielt Karsten auch unter Zugzwang die Nerven und versenkte den Ball ins linke, untere Eck. Die folgenden Strafstöße der Hildesheimer sollten knapp daneben gehen. Die Stralsunder wussten ihre Chance allerdings nicht zu nutzen und verzweifelten am starken Keeper, so dass es mit 1:1 ins „Sudden Death“ ging – nun zählte jeder Schuss.

Stralsund hatte wieder den Vortritt, trat an, schoss und abermals fischte der Torwart den Ball aus dem rechten Eck. Erneut stellte sich Karsten dem Druck und visierte erneut das linke Eck an.

Einen Lidschlag später, war er umringt von seiner feiernden Mannschaft, die bis zuletzt die Daumen drückte. Noch bis zu der der Siegerehrung herrschte eine glänzende Stimmung unter ihnen. Dort hielten die siegreichen Jungs, etwas kaputt aber stolz ihre Medaillen und den hart erkämpften Pokal in die Luft.

Knaben B in Falkensee

Fazit: Die Mädchen und Jungs der Mannschaften um die Trainer Angelina Pochowski (Mädchen B), Jan-Torben Breßgott (Knaben B) und Jürgen Schelberg (Jugendwart) schlossen das Turnier nicht nur erfolgreich ab, sondern wuchsen auch als Mannschaft enger zusammen. Sie hatten sichtlich Spaß, genossen die Atmosphäre und die gemeinsame Zeit. Das Resümee der jungen Hockeyspieler/innen: Falkensee? Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder!



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